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Die optimale Schnitthöhe

Die ideale Schnitthöhe für einen normalen Gebrauchsrasen liegt bei 4 - 5 cm. Bei einem feinen Zierrasen tiefer (ca. 2 cm) und in Schattenbereichen höher (6 - 7 cm). Landschaftsrasen, der nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht wird, wird auf ca. 8 cm geschnitten. Ein Sportplatz sollte 3 - 3,5 cm hoch gemäht werden. Nicht tiefer, auch wenn Spieler und Trainer dieses oft wünschen.

Unkrautbekämpfung im
Rasen

Zur Beseitigung der Verunkrautung im Rasen eignen sich bestimmte selektive Spritzmittel (Herbizide z.B. Banvel M). Diese beseitigen ganz gezielt Pflanzen mit 2 Keimblättern, wie die Unkräuter im Rasen, und lassen Gräser, die nur 1 Keimblatt haben, unbehelligt. Vorher sollten Sie Rasen und Kräuter unbedingt 1 Woche aufwachsen lassen und düngen, um den Stress für die Gräser zu mildern.
Wichtig ist, dass die Fläche nach dem absterben der Unkräuter nach der Herbizidbehandlung, mit einer guten Rasenmischung nachgesät wird. Dabei sollten Sie auf einen höheren Anteil der Grasart Wiesenrispe (Poa pratensis) achten. Diese bildet nämlich unterirdische Ausläufer und besiedelt mit diesen Lücken im Rasen. Dann haben Unkräuter in Zukunft weniger Chancen Lücken zu finden. So eigenen sich dazu z.B. ganz hervorragend die LIPPA- oder Majestic-Mischungen.
Achten Sie auch auf eine ausreichende und angepasste Nährstoffversorgung der Gräser.

Richtig vertikutieren! Rasen Regeneration

Zum Vertikutieren kommt die richtige Zeit. ab Ende März / Anfang April. Am besten bei trockenem Wetter.

1.   Mähen Sie den Rasen richtig schön tief ab.
2.   Führen Sie eventuell eine Moosbehandlung mit Eisen-II-Sulfat (Eisenvitriol) durch.
3.   Danach warten Sie 10 - 14 Tage bis das Moos schwarz-braun abgestorben ist.
4.   Erneut tief mähen.
5.   Zweimal, über Kreuz, vertikutieren. Achten Sie darauf, dass die Vertikutiermesser den Boden nur gerade eben berühren und nicht durch den Boden fräsen. Das fördert den Unkrautwuchs.
6.   Alle Rückstände entfernen.
7.   Nachsaat mit einer guten Rasenmischung. Die Nachsaat ist nach dem Vertikutieren sehr wichtig, um die Lücken in der Narbe rasch zu schliessen.
8.   Sorgen Sie dafür, dass das Saatgut an den Boden kommt. Z.B. durch einregnen (natürlich oderdurch Beregnung). Gut ist auch ein dritter Vertikutiergang mit etwas höher eingestelltem Gerät.
9.   Warten Sie bis das Gras etwa 10 cm hoch aufgewachsen ist. Schneiden Sie mit einem scharfen Rasenmäher, um die jungen und noch schwach verwurzelten Pflänzchen nicht herauszureißen.

10.Schneiden Sie auf ca. 5 cm Schnitthöhe.
11.Anschließend brauchen die Pflanzen Nährstoffe. Insbesondere Stickstoff. Denn die Pflänzchen müssen nun Seitentriebe bilden. Stickstoff fördert die Zellteilung, und daher bilden die Pflanzen mehr Seitentriebe, als wenn sie hungern. Das machen aber nur gute Rasengräser. Greifen Sie bei der Nachsaat also nicht zu den Billigmischungen. Das sind mehrheitlich Futtergräser, die viel Masse bilden, sich leicht vermehren lassen, aber keine Seitentriebe bilden.
12.Düngen Sie Ihren Rasen noch zweimal dieses Jahr.

In 6 Schritten zu einem schönen neuen Rasen - Rasenrenovierung und Nachsaat

1.Schritt: Beseitigung der Verunkrautung. Dazu eignen sich Herbizide, die im guten Fachhandel erhältlich sind. Sie bekämpfen nur die Unkräuter. Dazu Rasen und Kräuter unbedingt 1 Woche aufwachsen lassen und kurz vorher düngen, um den Stress für die Gräser zu mildern. 

2.Schritt: Beseitigung des Mooses. Dazu Eisen II Sulfat (Eisenvitriol) auf die von Moos befallenen Stellen streuen. Nach 10 - 14 Tagen ist das Moos schwarz und tot und kann durch doppeltes Vertikutieren herausgeharkt werden. Vertikutierer nur ganz flach einstellen. Der Boden soll nur berührt werden! Nicht fräsen, das fördert neues Unkraut!
Mit der Eisen II Sulfat-Behandlung fangen Sie am besten an. Nach ein paar Tagen lassen Sie die Unkrautbekämpfung folgen und vertikutieren anschließend tote Unkräuter und das Moos aus der Narbe.

3.Schritt: Nachsaat mit einer guten Rasenmischung. Nur durch sofortige Zufuhr von neuen Grassamen, werden die entstandenen Lücken von Gräsern gefüllt und nicht von neuen Unkräutern besiedelt. Das ist von der Nachhaltigkeit her der wichtigste Schritt in den Gegenmaßnahmen.

4.Schritt: Bedarfsgerechte Düngung. (Siehe Rasentipp "Düngung" unter www.rasen.de).

5.Schritt: Regelmäßiger Rasenschnitt. (Siehe Rasentipp "Rasenschnitt" unter www.rasen.de).

6.Schritt: Durchdringende Beregnung im Bedarfsfall. (Siehe Rasentipps "Rasenberegnung" unter www.rasen.de) Mit den Schritten 4 - 6 tragen Sie dazu bei die Konkurrenzkraft der Gräser gegenüber Kräutern und Moos zu stärken.